Tierhaltung

Kleingruppenhaltung „3“

Die Haltung in der Kleingruppe sieht pro Hennen eine Fläche von 800 cm² vor . Die Bedürfnisse der Tiere sind durch ein angemessenes Platzangebot und die Aufteilung des Käfigs in Einstreufläche, Nest und Sitzstangen berücksichtig. Hinter einem abgedunkelten Nest können die Hennen ungestört ihre Eier legen, auf den Sitzstangen können sie ruhen und das Einstreu zum Scharren und Picken bietet den Legehennen ein verhaltens- und tiergerechtes Leben bei einer Gruppengröße von 20 bis 60 Hennen.

Die Kleingruppenhaltung hat sich in den vergangenen drei Jahren nach Ansicht verschiedener Experten – sowohl Veterinäre, Landwirte als auch Tierschützer – bewährt. Es ist die einzige Haltungsform, die in der Regel ohne Medikamenteneinsatz auskommt und in der die Ausfallrate nur bei rund vier Prozent liegt.

Auch hinsichtlich des Verbraucher- und Umweltschutzes bietet die Kleingruppe einige Vorteile. Die Ammoniak-Emissionen, sowie Schadgas- und Staub-Emissionen sind wesentlich niedriger als etwa in anderen Haltungsformen. All dies verspricht eine sehr gute Produktqualität.

Die Kleingruppenhaltung bietet dem Huhn gute Lebensbedingungen. Die hygienischen Verhältnisse sind deutlich besser als die in der Freilandhaltung, da die Hühner weder mit Kot, noch mit sonstigem Dreck in Kontakt kommen. Das Zusammenleben in kleinen Gruppen kommt den Bedürfnissen der Hühner entgegen und sind weniger Stress aussetzt als bei Haltungen in größeren Gruppen.

  • größter Hygienestandard (kein Infektionsrisiko)
  • geringer Medikamenteneinsatz
  • stabile Rangordnung
  • reduzierte soziale Belastung der einzelnen Tiere
  • geringe Staubbelastung im Stall
  • geringer Arbeits- und Personalaufwand durch Technik
  • umweltfreundlich

Bodenhaltung „2“

In der Bodenhaltung können sich die Legehennen in einem geschlossenen Stall frei bewegen. Der Stall kann dabei auf bis zu vier Etagen übereinander angeordnet sein, die aus Sitzstangen und höher gelegenen Laufflächen bestehen. Der Tierbestand darf pro Quadratmeter maximal 9 Hennen betragen. Die Versorgung mit Futter und Wasser erfolgt automatisch. Wie in der Kleingruppe haben die Hennen Nester, wo sie in Ruhe ihre Eier legen können oder sich auf den Sitzstangen erholen können. Die Hennen haben einen offenen Scharrbereich, der aus Stroh besteht. Dieses Stroh wird regelmäßig ausgewechselt. Die Hennen sind weitestgehend von ihrem eigenen Kot getrennt. Dieser fällt auf ein Entsorgungsband und wird dort weitergeleitet.

In der Bodenhaltung ist die Bildung einer festen Rangordnung aufgrund der Gruppengröße erschwert, so dass es häufig zu Rangordnungskämpfen kommt, die zu Verletzungen der Legehennen führen können. Um für ein gutes Stallklima, gute Hygienebedingungen, gesunde Tiere und optimale Produktqualität zu sorgen, ist daher bei der Bodenhaltung ein hoher Betreuungsaufwand erforderlich. Fast alle Verhaltensweisen können ausgeführt werden (Scharren, Staub-/ Sandbaden, Laufen, Rennen, Flügel-Bein-Strecken, Fliegen etc.)

  • Geringe Einschränkung der Bewegungsfreiheit
  • Normale Krallenabnutzung durch Scharren
  • Lüftung technisch einfach (nur wenige Einrichtungsgegenstände behindern den Luftaustausch)
  • Einfache Kontrolle (leichtes Erkennen von kranken oder verletzten Tieren)
  • Geringe Geräuschentwicklung durch Technik möglich
  • besseres Ausleben artgerechter Verhaltensweisen
  • keine Erregergefährdung durch Wildvögel

Freilandhaltung „1“

In der Freilandhaltung haben die Legehennen neben dem Stall, der den Anforderungen an die Bodenhaltung entspricht, tagsüber uneingeschränkt Zugang zu einem Auslauf von 4 m² pro Henne. Die Auslauffläche sollte zum größten Teil bewachsen sein und nicht zu anderen Zwecken genutzt werden, außer als Obstgarten, Wald oder Weide. Der maximale Radius der Auslauffläche beträgt 350 m. Bei einem Radius von 150 bis 350 m müssen im Auslauf Unterstände und ggf. Tränken vorhanden sein. Da sich die Hennen bevorzugt in Stallnähe aufhalten, wird hier der Boden sehr stark beansprucht und mit dem Kot der Tiere belastet. Es ist in der Regel nicht möglich, im unmittelbaren Umfeld des Stalles eine intakte Vegetation aufrecht zu erhalten. Kies oder Holzspäne helfen gegen Verschlammung und das Einbringen von Schmutz in die Ställe und Nester.

Bei der Freilandhaltung stehen der Bewegungsfreiheit der Hennen Rangordnungskämpfe und die Infektionsgefahr durch den Kot der Hühner und durch den Kontakt zu frei lebenden Tieren und deren Ausscheidungen gegenüber. Außerdem muss der Geflügelhalter die Gefahren der unterschiedlichen Witterungsbedingungen, wie Zugluft, Nässe oder Unterkühlung, für die Gesundheit der Tiere, die Hygiene und die Produktqualität auffangen. Die Freilandhaltung erfordert daher ein angepasstes Management, insbesondere hinsichtlich der Tiergesundheit.

  • Alle Verhaltensweisen können ausgeführt werden (Scharren, Staub-/ Sandbaden, Laufen, Rennen, Flügel-Bein-Strecken, Fliegen etc.)
  • Keine Einschränkung der Bewegungsfreiheit
  • Normale Krallenabnutzung durch Scharren

Bio „0"

Im Unterschied zur Freilandhaltung ist die Anzahl auf max. 3.000 Hühner begrenzt. Die Hühner werden nach Bio-Richtlinien aufgezogen und erhalten Bio-Futter. Regelmäßige Bio-Kontrollen gewährleisten diese Haltungsform.

  • erhöhtes Platzangebot
  • hohe Lebensmittelsicherheit
  • kein vorbeugender und übermäßiger Medikamenteneinsatz
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